Häufige Fragen
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39 Fragen
IT-Infrastruktur
Welches sind die Hardware-Voraussetzungen für die Mobiolink App?
Kurz
Die Mobiolink App stellt geringe Anforderungen an Ihre IT-Infrastruktur. Die zentrale Anwendung läuft auf Linux-Servern in Ihrem eigenen Netzwerk. Die Anwender brauchen nur einen Webbrowser: keine Client-Installation, keine lokalen Updates, keine spezielle Arbeitsplatz-Hardware.
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Im Detail
Wir haben die Mobiolink App nach einem Prinzip entwickelt: „so einfach wie möglich für die IT, so komfortabel wie möglich für die Anwender“.
Die Datenbank und die Anwendung laufen auf einem oder mehreren Linux-Servern, die das Labor oder die IT-Abteilung bereitstellt. Installation, Updates und neue Releases werden mit Docker geliefert und standardisiert und kontrolliert eingespielt.
Auf den Arbeitsplätzen installiert niemand Software. Die Mobiolink App ist eine Webanwendung: Ein aktueller Webbrowser auf PC, Notebook oder Thin Client genügt.
Der Administrationsaufwand sinkt entsprechend: keine Client-Installationen, keine lokalen Updates, keine Versionskonflikte, keine Abhängigkeit von bestimmten Betriebssystemen an den Arbeitsplätzen. Die Plattform lässt sich einfach betreiben, zentral verwalten und problemlos erweitern.
Was haben eine vollautomatische Analysestraße (TLA) im Routinelabor und die Mobiolink App gemeinsam, und was unterscheidet sie?
Kurz
Eine Total Laboratory Automation (TLA) und die Mobiolink App haben auf den ersten Blick wenig gemeinsam. Beide steuern aber den Laborprozess und machen ihn transparent. Der Unterschied: Eine TLA transportiert Proben physisch, die Mobiolink App steuert die komplexen Batch-Prozesse der Spezialanalytik digital.
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Im Detail
Eine vollautomatische Analysestraße (TLA) wurde für Routinelabore entwickelt. Dort werden tausende Proben automatisch transportiert, verteilt, analysiert und archiviert, eine nach der anderen. Die Stärke einer TLA ist die physische Automation standardisierter Einzelprozesse bei sehr hohem Probendurchsatz.
In der Spezialanalytik laufen die Dinge ganz anders. PCR, LC-MS/MS, NGS, ELISA und andere batchorientierte Verfahren arbeiten nicht Probe für Probe. Sie arbeiten mit Sequenzen, Plates oder ganzen Runs. Die Schwierigkeit liegt weniger im Probentransport als in der Organisation und Überwachung der vielen Arbeitsschritte vor, während und nach der Messung.
Hier setzt die Mobiolink App an. Sie steuert den gesamten Workflow: Übernahme der Aufträge aus dem LIS, Präanalytik, Probenzusammenstellung, Qualitätskontrollen, interne Kontrollen, Standardkurven, Interpretation der Rohdaten, technische Validierung und Wiederholer, bis zum Export der Resultate.
Eine TLA transportiert Proben. Die Mobiolink App transportiert Informationen und Entscheidungen. Jeder Arbeitsschritt wird dokumentiert, automatisch geprüft und mit dem nächsten verknüpft. Es entsteht derselbe durchgängige, kontrollierte Prozess, ohne Förderbänder und ohne Spezialhardware.
Dazu kommt die Flexibilität. Eine TLA ist auf definierte Routineprozesse ausgelegt und lässt sich nur mit hohem Aufwand verändern. In der Mobiolink App lassen sich ein neuer Assay, ein neues Analysegerät oder ein geänderter Prozess meist durch Parametrierung einbinden.
Kurz gesagt: Eine TLA automatisiert die Logistik eines Routinelabors. Die Mobiolink App steuert Organisation, Qualitätssicherung und Prozesse der batchorientierten Spezialanalytik. Beide wollen Effizienz, Sicherheit und Rückverfolgbarkeit, mit sehr unterschiedlichen Mitteln.
Wie funktioniert die Benutzerverwaltung in der Mobiolink App?
Kurz
Jede Abteilung verwaltet ihre Benutzer selbst. Die Benutzer lassen sich lokal verwalten oder an die zentrale Benutzerverwaltung des Unternehmens anbinden. Rollen, Zugriffsrechte und alle Benutzeraktionen bleiben nachvollziehbar, auch lange nach dem Ausscheiden eines Mitarbeiters.
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Im Detail
Jede Laborabteilung verwaltet ihre Benutzer und deren Zugriffsrechte selbst. Sie legt fest, welche Funktionen und Daten für jeden Mitarbeiter zugänglich sind. So lassen sich die Anforderungen von Laborleitern, Technikern, Validierern und Administratoren genau abbilden.
Für die Anmeldung unterstützt die Mobiolink App die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Sie kann auch per Single Sign-On (SSO) an die zentrale Benutzerverwaltung des Labors oder des Unternehmens angebunden werden. Der Benutzer meldet sich dann einmal am Unternehmensnetzwerk an und erhält Zugriff auf die für ihn freigegebenen Funktionen.
Die Benutzer-ID bleibt in allen Abteilungen gleich, in denen der Mitarbeiter Rechte hat. Das vereinfacht die Administration und schafft Übersicht über Standorte und Abteilungen hinweg.
Verlässt ein Mitarbeiter die Abteilung oder das Unternehmen, wird sein Benutzer archiviert. Sein Zugang zur Mobiolink App ist sofort gesperrt. Alle früheren Aktionen, Freigaben, Validierungen und Entscheidungen bleiben in der Rückverfolgbarkeit erhalten. So erfüllt die Mobiolink App die Anforderungen von Qualitätsmanagement- und Compliance-Systemen, ohne die Historie zu verlieren.
Wie sind die Zugriffsrechte der Benutzer in der Mobiolink App geregelt?
Kurz
Zugriffsrechte lassen sich bis auf Tabellen-, Daten- und Funktionsebene festlegen. Jeder Benutzer sieht nur die Informationen und Funktionen, die er für seine Arbeit braucht. Das erfüllt hohe Sicherheitsanforderungen und unterstützt die Compliance-Anforderungen der Speziallabore.
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Im Detail
Die Mobiolink App ist für Labore gebaut, in denen Rollen mit sehr unterschiedlichen Verantwortlichkeiten zusammenarbeiten. Deshalb ist das Berechtigungskonzept detailliert und flexibel.
Für jede Tabelle werden getrennte Rechte für Lesen, Referenzieren, Anlegen, Ändern, Löschen und Archivieren vergeben. Zusätzlich hat praktisch jede Funktion und jede Aktion eigene Zugriffsrechte. So finden auch komplexe organisatorische, regulatorische oder qualitätsrelevante Anforderungen ihren Platz.
In der Regel wird jeder Benutzer einer oder mehreren Gruppen zugeordnet. Diese Gruppen enthalten die Standardrechte für Rollen wie Techniker, Laborleiter, Validierer, Qualitätsmanager oder Administrator. Die Verwaltung bleibt auch bei vielen Benutzern übersichtlich.
Bei Bedarf erhält ein Benutzer zusätzliche Einzelrechte oder komplette Rechtepakete.
Die Benutzeroberfläche folgt den Rechten. Menüs, Schaltflächen und Funktionen ohne Freigabe werden ausgeblendet. Die Bedienung wird einfacher, Fehlbedienungen nehmen ab, die Sicherheit steigt.
Dieses Berechtigungssystem ist ein zentraler Baustein für die Einhaltung von Compliance-Anforderungen. In der Spezialanalytik müssen Verantwortlichkeiten, Freigaben, Validierungen und qualitätsrelevante Entscheidungen klar geregelt und nachvollziehbar sein.
Klassische LIS bieten diese Feinheit in der Regel nicht, weil sie für andere Arbeitsweisen entwickelt wurden. Die Mobiolink App ergänzt das LIS um die feine Rechteverwaltung, die batchorientierte Spezialanalytik, Qualitätsmanagement und vollständige Rückverfolgbarkeit brauchen. Compliance wird so Teil der täglichen Arbeit, statt zusätzliche Bürokratie zu schaffen.
Wie unterstützt die Mobiolink App die IT-Sicherheit?
Kurz
Laborsoftware muss Patientendaten schützen und Tag für Tag sicher laufen. Die Mobiolink App folgt der aktuellen Praxis der IT-Sicherheit: sichere Authentifizierung, zentrale Benutzerverwaltung, geschützte Infrastruktur, sichere Testverfahren. Sie beseitigt auch Risiken: Isolierte Geräte-PCs und lokale Datensilos werden durch eine einzige, zentral verwaltete Plattform ersetzt.
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Im Detail
Sicherheit ist ein Grundprinzip der Mobiolink App. Sie fügt sich in die bestehenden Infrastrukturen von Krankenhäusern und Laboren ein.
Die wichtigsten Sicherheitsfunktionen:
- Installation vor Ort, auf einem eigenen Linux-Server im Netzwerk des Labors oder des Krankenhauses.
- Single Sign-On (SSO) mit dem Identitätsmanagement der Organisation: Die Benutzer brauchen keine eigenen Konten und Passwörter.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) gegen unberechtigten Zugriff.
- Rollenbasierte Benutzerverwaltung mit abteilungsspezifischen Rechten. Jeder greift nur auf die Funktionen und Daten zu, die seine Rolle verlangt.
- Zentrale Speicherung und automatische Sicherung aller Labordaten, einschließlich der Rohdaten der Geräte. Das Risiko eines Datenverlusts durch einen Geräteausfall oder einen lokalen PC sinkt.
- Getrennte TEST- und PRODUKTIV-Umgebungen, als kostenpflichtige Option. Neue Assays, Workflows, Software-Updates und Schnittstellen werden auf dem Testsystem validiert, bevor sie in die Produktion gehen.
- Zentrale Verwaltung der Geräteanbindungen: weniger unverwaltete Datensilos, einfachere Administration.
Die Mobiolink App bündelt die analytischen Daten, die Benutzerverwaltung und die Kommunikation mit den Geräten an einem Ort. Das stärkt die Cybersicherheit und die Betriebskontinuität und unterstützt die Einhaltung der Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen des Labors.
Welche Vorteile hat eine Webanwendung?
Kurz
Eine Webanwendung ist leichter zugänglich, leichter zu warten und günstiger im Betrieb. Alle Benutzer arbeiten mit derselben aktuellen Version, an jedem berechtigten Arbeitsplatz, ohne lokale Installation und ohne aufwendiges Update-Verfahren.
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Im Detail
Die Mobiolink App ist eine Webanwendung. Alle Benutzer greifen über einen Standard-Webbrowser auf dasselbe zentrale System zu. Niemand installiert oder pflegt Software auf den Arbeitsplätzen.
Die Vorteile:
- Zugriff von jedem Punkt im Labornetzwerk, oder aus der Ferne, wenn die Sicherheitsregeln der Organisation es erlauben.
- Zentrale Updates und Wartung. Neue Versionen, Verbesserungen und Korrekturen werden einmal auf dem Server installiert und stehen allen Benutzern sofort zur Verfügung.
- Geringere Hardware- und IT-Kosten. Die Arbeitsplätze brauchen nur einen Browser: Die Hardware hält länger, die Verwaltung der Arbeitsplätze wird einfacher.
- Plattformunabhängigkeit. Windows, macOS, Linux und Thin Clients greifen ohne Änderung der Software auf dieselbe Anwendung zu.
- Skalierbarkeit. Neue Benutzer oder Arbeitsplätze kommen schnell hinzu, ohne aufwendige Installation.
- Eine einheitliche Benutzererfahrung. Alle arbeiten mit derselben Oberfläche, denselben Funktionen und derselben Softwareversion. Die Schulung braucht weniger Aufwand, und es gibt weniger Supportanfragen.
- Betriebssicherheit. Die zentrale Administration verringert Versionskonflikte, und alle arbeiten mit validierter Software.
Für das Labor heißt das: weniger IT-Aufwand, geringere Betriebskosten, schneller verfügbare neue Funktionen und eine effizientere Arbeitsumgebung.
Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen einer üblichen Labor-Middleware und der Mobiolink App?
Kurz
Die meisten Middleware-Systeme verbinden die Analysegeräte mit dem LIS. Die Mobiolink App geht weiter. Sie digitalisiert und steuert den gesamten Workflow der batchorientierten Spezialanalytik, von der Probenregistrierung bis zur technischen Freigabe und zum Export der Resultate. Aus der klassischen Middleware wird eine vollständige Arbeitsplattform für die Spezialanalytik.
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Im Detail
Eine übliche Labor-Middleware kümmert sich vor allem um die Kommunikation zwischen den Analysegeräten und dem LIS. Sie sammelt Resultate, wandelt Datenformate um und leitet die Resultate an die richtigen Systeme weiter. Für die Routineanalytik reicht das oft.
Die Mobiolink App ist dagegen für Speziallabore gebaut, die im Batch arbeiten: zum Beispiel PCR, NGS, LC-MS/MS, ELISA, Toxikologie oder Neugeborenen-Screening. Dort beginnt die eigentliche Arbeit lange vor der Messung und endet erst nach der technischen Validierung des ganzen Runs.
Deshalb digitalisiert die Mobiolink App den gesamten Laborprozess:
- Übernahme der Aufträge aus einem oder mehreren LIS.
- Steuerung der Präanalytik, einschließlich der Verwaltung von Proben und Eluaten.
- Planung und Zusammenstellung von Batches und Plates.
- Verwaltung von Standards, internen Kontrollen, Qualitätskontrollen, Replikaten (ab Version 2.6, im Test) und Wiederholern.
- Übernahme und langfristige Archivierung der Rohdaten.
- Transparente Interpretation der Messdaten mit benutzerdefinierten Algorithmen.
- Automatische Echtzeit-Qualitätskontrolle des ganzen Runs.
- Einheitliche technische Validierung, unabhängig vom Analysegerät.
- Rückverfolgbarkeit aller Proben, Reagenzien, Chargen und Arbeitsschritte.
- Automatischer Export der freigegebenen Resultate an das LIS.
Eine klassische Middleware transportiert vor allem Daten. Die Mobiolink App organisiert den gesamten analytischen Prozess. Deshalb nennen wir sie „Operating System for Specialty Laboratories“.
Der Unterschied liegt also nicht in ein paar zusätzlichen Funktionen, sondern im Konzept: Die Mobiolink App ersetzt Datensilos, manuelle Zwischenschritte und gerätespezifische Arbeitsweisen durch einen durchgängigen, transparenten und standardisierten Laborprozess.
Probleme und Lösungen
Was bedeutet „Mobiolink statt Turnschuh-IT“?
Kurz
In vielen Speziallaboren wechseln die Mitarbeitenden ständig zwischen Geräten, Programmen und Arbeitsplätzen. Sie kontrollieren, übertragen, vergleichen oder dokumentieren Daten, oft in mehreren Systemen gleichzeitig. Die Mobiolink App bündelt diese Aufgaben in einer zentralen, webbasierten Arbeitsumgebung. Das spart Wege, Doppeleingaben und Fehlerquellen.
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Im Detail
„Turnschuh-IT“ beschreibt einen Alltag, den viele Speziallabore kennen. Die Mitarbeitenden laufen zwischen Analysegeräten, Geräte-PCs, Excel-Dateien, selbst gebauten Hilfsprogrammen, Middleware und LIS hin und her. Sie kontrollieren, übertragen oder vergleichen Daten von Hand. Die Geräte stehen oft in separaten Räumen mit wenig komfortablen Arbeitsbedingungen.
Die Folgen: unnötige Wege, Medienbrüche, Schulungsaufwand und vermeidbare Fehlerquellen. Jede zusätzliche Software hat ihre eigene Bedienlogik, ihre eigene Oberfläche und ihre eigenen Datenformate.
Die Mobiolink App ersetzt diese zersplitterte Arbeitsweise durch einen zentralen digitalen Arbeitsplatz. Fast alle Aufgaben, von der Vorbereitung des Batches über Qualitätskontrollen und Resultatprüfung bis zur technischen Validierung, lassen sich an jedem berechtigten Arbeitsplatz im Webbrowser erledigen.
Statt mit fünf Programmen arbeiten die Mitarbeitenden mit einer einheitlichen, intuitiven Oberfläche. Die Einarbeitung wird kürzer und die Arbeit effizienter. Weniger Wege, weniger Softwarewechsel, weniger Fehlerquellen, mehr Zeit für die eigentliche Laborarbeit.
Was ist ein Medienbruch, und wie beseitigt die Mobiolink App ihn?
Kurz
Ein Medienbruch entsteht, wenn eine Information von Hand von einem System, einer Datei oder einem Papierdokument in ein anderes übertragen werden muss. Jeder Medienbruch kostet Zeit, erschwert die Rückverfolgbarkeit und erhöht das Fehlerrisiko. Die Mobiolink App verbindet die gesamte Prozesskette der Spezialanalytik in einer einzigen digitalen Arbeitsumgebung und reduziert Medienbrüche auf ein Minimum.
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Im Detail
Von einem Medienbruch spricht man, wenn Daten ihren digitalen Zusammenhang verlieren und jemand sie zwischen Systemen übertragen, abschreiben, kopieren oder neu erfassen muss.
Typische Beispiele in Speziallaboren:
- Übertragung von Probenlisten aus dem LIS nach Excel
- Manuelle Erstellung von Plate Layouts
- Export und Import von CSV-Dateien zwischen Geräten
- Übertragung von Ct-Werten, Peakflächen oder Konzentrationen in Berechnungstabellen
- Dokumentation von Qualitätskontrollen auf Papier
- Manuelle Eingabe von Resultaten oder Freigaben in mehrere Systeme
- Speicherung wichtiger Rohdaten auf einzelnen Geräte-PCs
Jeder dieser Schritte kostet Arbeit und birgt das Risiko von Übertragungsfehlern, Verwechslungen oder unvollständiger Dokumentation. Die Rückverfolgbarkeit leidet, weil die Informationen verstreut sind.
Hier setzt die Mobiolink App an. Sie begleitet den analytischen Prozess digital, vom Eingang des Auftrags aus dem LIS über Präanalytik, Batchzusammenstellung, Qualitätskontrollen, Interpretation und Validierung bis zur Übermittlung des Resultats an das LIS.
Alle relevanten Informationen liegen in einem zentralen Repository. Rohdaten, Qualitätskontrollen, Standardkurven, interne Kontrollen, Reagenzienchargen, Benutzeraktionen und Resultate bleiben dauerhaft miteinander verknüpft. Die Benutzer arbeiten in einer integrierten Umgebung. Sie schieben keine Daten mehr zwischen Excel, Gerätesoftware, Papierformularen und LIS hin und her.
Das Ergebnis: weniger Fehler, weniger Suchaufwand, bessere Rückverfolgbarkeit und ein höherer Automatisierungsgrad. Das ist die Grundlage einer digitalen Spezialanalytik.
Die Mobiolink App digitalisiert nicht nur einzelne Arbeitsschritte, sie schließt die Lücken dazwischen. Es entsteht ein durchgängiger digitaler Prozess, ohne Excel-Inseln, ohne Papierlisten, ohne manuelle Datenübertragungen und ohne isolierte Geräte-PCs. Jeder Medienbruch ist eine mögliche Fehlerquelle. Die Mobiolink App macht aus vielen getrennten Schritten einen einzigen digitalen Workflow, von der Probe bis zum validierten Resultat.
Was erkennt die Mobiolink App an der Probennummer? Die „DNA“ der Proben-ID
Kurz
Schon an der Probennummer erkennt die Mobiolink App den Probentyp. Qualitätskontrollen, Standardkurven, Studienproben und Patientenproben werden richtig behandelt, ohne Eingriff des Benutzers. Das verhindert Verwechslungen, spart manuelle Eingaben, und alle arbeiten auf dieselbe Weise. Jedes Labor legt seine Namenskonventionen frei fest.
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Im Detail
Einer der ersten Parametrierungsschritte in der Mobiolink App ist die Definition der Sample Classes. Dabei wird festgelegt, an welcher Namens- oder Nummernstruktur die App jeden Probentyp erkennt.
Sobald eine Probe eingelesen wird, ordnet die Mobiolink App sie der richtigen Klasse zu und aktiviert die zugehörigen Regeln, Kontrollen und Automatismen. So erkennt sie zum Beispiel automatisch Patientenproben, Positivkontrollen (PC), Negativkontrollen (NC), Orientierungskontrollen (OC), Referenzkontrollen (RC), Blanks, Kalibratoren bzw. Standardkurven, Studienproben und weitere laborspezifische Probentypen. Proben lassen sich auch Einsendergruppen, Studien oder anderen organisatorischen Kategorien zuordnen.
Die Sample Class bestimmt mehr als den Probentyp. Sie legt fest, welche Zielwerte oder Akzeptanzkriterien für die Probe gelten, wie die Resultate interpretiert werden, ob sie in die Berechnung einer Standardkurve oder einer Qualitätskontrolle einfließen und wie, wann und wohin die Resultate exportiert werden. So kann das Labor festlegen, dass Patientenresultate an das LIS gehen, Kontrollen und Standards aber nur intern dokumentiert werden.
Über diese Regeln steuert die Mobiolink App auch die Freigabe eines ganzen Runs. Liegen vorgeschriebene Qualitätskontrollen, Standardkurven oder interne Kontrollen außerhalb der zulässigen Grenzen, sperrt sie die Patientenresultate automatisch. Die Resultate gehen erst an das LIS, wenn alle definierten Qualitätskriterien erfüllt sind oder ein berechtigter Benutzer eine dokumentierte Freigabe erteilt. Resultate aus einem nicht validierten Batch können so nicht versehentlich freigegeben werden.
Die automatische Klassifizierung ist die Grundlage für die sichere Steuerung des Batches: die richtige Zusammenstellung des Batches, die Prüfung der Mindestanforderungen an Qualitätskontrollen, die Berechnung der Standardkurven und die Bewertung des Runs. Sie verhindert Falscheingaben und Verwechslungen, sorgt für eine einheitliche Benennung der Proben und verhindert, dass jeder Benutzer eigene Bezeichnungen erfindet. Jedes Labor bleibt frei, seine eigene Namenskonvention festzulegen. Die Mobiolink App passt sich den Standards des Labors an, nicht umgekehrt.
Warum reichen Excel, manuelle Listen und persönliche Notizen in Speziallaboren auf Dauer nicht aus?
Kurz
Excel, Listen, Notizen und selbst gebaute Hilfsmittel sind in Speziallaboren aus gutem Grund entstanden. Sie sind flexibel und passen sich schnell an besondere Prozesse an, die LIS und Gerätesoftware nicht ausreichend abdecken. Mit wachsender Komplexität, höheren Qualitätsanforderungen und mehr Automatisierung stoßen sie an ihre Grenzen. Die Mobiolink App übernimmt ihre Flexibilität und überführt sie Schritt für Schritt in strukturierte, kontrollierte und nachvollziehbare digitale Prozesse.
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Im Detail
Speziallabore arbeiten oft mit einer Kombination aus LIS, Gerätesoftware, Excel-Dateien, Papierlisten, E-Mails und persönlichen Notizen. Diese Kombination entsteht meist nicht aus schlechter Organisation, im Gegenteil. Sie ist eine pragmatische Lösung für Anforderungen, die die vorhandenen Standardsysteme nicht ausreichend abdecken.
Excel ist dafür ein leistungsfähiges und flexibles Werkzeug. Fachleute erstellen damit schnell eigene Berechnungen, Arbeitslisten, Batchzusammenstellungen, Qualitätsauswertungen oder Übersichten.
Die Grenzen zeigen sich, wenn solche Hilfsmittel fester Bestandteil der täglichen Produktion werden. Informationen müssen dann von Hand übertragen und synchron gehalten werden. Es können mehrere Versionen kursieren. Die Zusammenhänge zwischen Probe, Eluat, Batch, Reagenzien, Gerät, Rohdaten, Qualitätskontrollen und Resultaten müssen zusätzlich dokumentiert werden, und ein Teil des Prozesswissens bleibt an einzelnen Personen hängen.
Die Mobiolink App will bewährte Arbeitsweisen nicht einfach ersetzen. Das Fachwissen, das in ihnen steckt, soll in strukturierte, versionierte und nachvollziehbare digitale Prozesse überführt werden.
Regeln, Berechnungen, Qualitätskriterien, Arbeitsschritte und Entscheidungen werden so Teil eines gemeinsamen Systems. Informationen werden möglichst nur einmal erfasst und dort genutzt, wo sie gebraucht werden.
Manuelle Übertragungen und doppelte Dokumentation nehmen ab. Rückverfolgbarkeit, Reproduzierbarkeit und Compliance verbessern sich.
Der Übergang muss nicht auf einmal geschehen. Bestehende Hilfsmittel können zunächst weiterlaufen und dann schrittweise abgelöst werden, dort, wo eine strukturierte Digitalisierung den größten Nutzen bringt.
Start slow. Grow smart. Stay free.
Mobiolink Philosophie
Wie sieht „Start slow. Grow smart. Stay free.“ in der Praxis aus?
Kurz
Digitalisierung ist mehr als die Einführung einer neuen Software. Der eigentliche Wandel findet in den Köpfen der Mitarbeitenden und in den Arbeitsweisen statt. Deshalb setzt Mobiolink auf eine schrittweise Entwicklung: zuerst bestehende Prozesse verbessern, dann das Wissen systematisch digitalisieren und schließlich die Grundlage für echte Transformation und Automatisierung schaffen, ohne neue Abhängigkeiten zu erzeugen.
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Im Detail
Viele Digitalisierungsprojekte scheitern, weil sie alles auf einmal verändern wollen. Die Realität im Labor ist komplexer. Viele Abläufe, Entscheidungen und Erfahrungen existieren nur in den Köpfen der Mitarbeitenden. Dieses Wissen lässt sich nicht von heute auf morgen in eine Software überführen.
Das sagt die Signatur von Mobiolink: „Start slow. Grow smart. Stay free.“
Der erste Schritt besteht meist darin, bestehende Prozesse zu digitalisieren und zu vereinfachen. Mobiolink beginnt mit gezielten Verbesserungen dort, wo Medienbrüche, Excel-Listen, manuelle Kontrollen oder unnötige Doppeleingaben am meisten kosten.
Im nächsten Schritt wandert immer mehr Wissen aus den Köpfen der Mitarbeitenden in nachvollziehbare digitale Prozesse. Qualitätsregeln, Batch-Kontrollen, Standardkurven, Wiederholungsregeln, Interpretationslogiken und Freigabeprozesse werden systematisch im System hinterlegt. Aus persönlichem Erfahrungswissen wird Wissen der Organisation.
Erst daraus entsteht echte Transformation. Entscheidungen werden reproduzierbar, Prozesse transparent, und Qualitätsstandards sind dauerhaft gesichert. Die Informationen liegen nicht mehr in einzelnen Köpfen oder Dateien: Das ganze Labor hat strukturiert Zugriff darauf.
Auch die Automatisierung hat ihren Platz. Mobiolink verfolgt dabei einen zentralen Ansatz: Geräte, Roboter und Automationslösungen sollen keine eigenen Datensilos und keine eigenen Prozesslogiken aufbauen. Die Intelligenz bleibt in der zentralen Plattform. So behalten die Labore jederzeit die Kontrolle über ihre Daten, ihre Regeln und ihre Prozesse.
Start slow bedeutet: klein beginnen, im eigenen Tempo.
Grow smart bedeutet: Wissen Schritt für Schritt digitalisieren und die Prozesse kontinuierlich weiterentwickeln.
Stay free bedeutet: keine neuen Abhängigkeiten, keine Datensilos, keine Medienbrüche, sondern die volle Kontrolle über die eigene Zukunft.
Was schätzen die Benutzer allgemein an der Mobiolink App?
Kurz
Die tägliche Arbeit wird einfacher, schneller und sicherer. Die Informationen sind immer verfügbar, die Qualitätskontrolle läuft automatisch, die Resultate sind leichter zu verstehen, und manche Routineaufgaben fallen einfach weg. Das Ergebnis: weniger Stress, weniger Fehler und mehr Zeit für die Laborarbeit, die menschliche Expertise braucht.
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Im Detail
Hinter jeder Funktion der Mobiolink App steht ein einziges Ziel: die Laborarbeit für die Menschen einfacher machen, die sie jeden Tag leisten.
Komfort
- Zugriff auf jedes Gerät und jeden Run von jedem Arbeitsplatz aus, ohne direkt am PC des Analysegeräts arbeiten zu müssen.
- Eine einheitliche Oberfläche und derselbe Workflow für alle Geräte: weniger Komplexität, weniger Schulung.
Effizienz
- Alle Informationen sind mit wenigen Klicks erreichbar.
- Farbige Dashboards zeigen komplette Runs, ohne endloses Scrollen.
- Die Rohdaten werden automatisch interpretiert, mit assay- und gerätespezifischen Algorithmen.
- Die Echtzeit-Qualitätskontrolle prüft Kontrollen, Standards, interne Kontrollen und Replikate (ab Version 2.6, im Test), während die Resultate eintreffen.
Schnelligkeit
- Vollständig ausgewertete und kontrollierte Resultate liegen direkt nach dem Datenimport vor.
- Filter zeigen sofort nur die Proben, die Aufmerksamkeit brauchen.
- Weniger handschriftliche Notizen und Tabellen, um die Routinearbeit zu verfolgen. Die Kommunikation im Labor (Wiederholerlisten an den richtigen Arbeitsplatz, Anweisungen zwischen Teams) ist geplant.
Sicherheit
- Fehler durch manuelles Abschreiben nehmen ab.
- Jede Aktion wird in einem vollständigen Audit-Trail dokumentiert.
- Alle Rohdaten, Berechnungen und Validierungsschritte bleiben transparent und nachvollziehbar.
Weniger Wiederholungen, weniger Verwaltungsaufwand
- Weniger Zeit für wiederkehrende administrative Aufgaben.
- Weniger Wiederholungsanalysen wegen vermeidbarer Fehler.
- Bessere Plate Layouts und eine bessere Batchplanung verbessern die Auslastung der Geräte.
- Eine einzige Anbindung an das LIS ersetzt viele einzelne Geräteanbindungen. Das verringert den Aufwand für Einführung und Wartung.
Weitere Vorteile
- Eine fehlgeschlagene Qualitätskontrolle oder eine überschrittene Grenze wird in der App angezeigt, sobald die Resultate eintreffen.
- Sofortiger Zugriff auf die Historie der Qualitätskontrollen und auf Langzeittrends.
- Flexible Visualisierungen, um Kontaminationen zu erkennen, Kurven zu analysieren und Resultate zu prüfen.
- Schnellere Einarbeitung neuer Mitarbeitender und weniger Abhängigkeit von einzelnen Experten oder von Geräteherstellern.
Für viele Labore ist der größte Nutzen nicht eine einzelne Funktion, sondern die Arbeitserfahrung als Ganzes: weniger suchen, weniger warten, weniger Fehler und mehr Vertrauen in jedes validierte Resultat.
Warum empfiehlt Mobiolink, alle Rohdaten der Geräte zu übernehmen und nicht nur die Endresultate?
Kurz
Viele Systeme übernehmen nur die vom Gerät berechneten Endresultate. Wichtige Informationen bleiben dann auf den Geräte-PCs verstreut und sind für andere Benutzer kaum zugänglich. Die Mobiolink App macht es anders: Sie speichert die Rohdaten zentral, interpretiert sie automatisch und nutzt sie für Qualitätskontrolle, Validierung und Rückverfolgbarkeit. Das schafft Transparenz, verringert Medienbrüche und macht viele manuelle Arbeitsschritte überflüssig.
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Im Detail
Die Übernahme aller Rohdaten ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für echte Digitalisierung in der Spezialanalytik.
Werden nur die Endresultate gespeichert, bleiben Kurven, Peaks, Ct-Werte, Standardkurven, interne Kontrollen, Replikate und andere Messinformationen auf den Geräte-PCs. Es entstehen Datensilos, die separat gesichert und gepflegt werden müssen und bei einem Audit oder einer Fehlersuche oft mühsam durchsucht werden.
Die Mobiolink App übernimmt deshalb neben den Endresultaten die vollständigen Rohdaten. Alle Informationen stehen so zentral und der ganzen Abteilung zur Verfügung, unabhängig von Gerätetyp und Hersteller.
Auf Basis dieser Rohdaten interpretiert die Mobiolink App die Resultate selbst und vergleicht sie automatisch mit den vom Gerät berechneten Werten. Gleichzeitig prüft sie in Echtzeit Standardkurven, interne Kontrollen, Replikate (ab Version 2.6, im Test), Batch-Kriterien und weitere Qualitätsregeln.
Die Qualitätskontrolle verlagert sich damit von den Geräte-PCs auf eine zentrale Plattform. Die Benutzer wechseln nicht mehr zwischen mehreren Gerätesoftwares. Sie arbeiten in einer einzigen Umgebung, mit denselben Prozessen und derselben Dokumentation.
Das Ergebnis: weniger Medienbrüche, sicherere Prozesse, vollständige Rückverfolgbarkeit und eine zentrale Wissensbasis für alle analytischen Entscheidungen. Diese zentrale Verfügbarkeit aller Daten ist die Grundlage für Automatisierung, Compliance und künftige KI-gestützte Auswertungen.
Was bringt dem Labor eine durchgehende Digitalisierung?
Kurz
Durchgehende Digitalisierung ist mehr als papierlose Prozesse oder der Ersatz von Excel-Tabellen. Sie verbindet alle Arbeitsschritte, alle Daten und alle Entscheidungen zu einem einzigen durchgängigen digitalen Workflow. Der Weg dorthin verläuft meist in Schritten. Jeder Schritt bringt bereits messbaren Nutzen und bereitet den nächsten vor.
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Im Detail
Durchgehende Digitalisierung ist kein einmaliger Technologiesprung, sondern eine kontinuierliche Entwicklung. Kaum ein Labor wird von heute auf morgen vollständig digital. Erfolgreiche Labore beginnen mit den Bereichen, die am meisten bringen, und erweitern die Digitalisierung Schritt für Schritt.
Mit jedem digitalisierten Prozess nehmen manuelle Tätigkeiten, Medienbrüche und Übertragungsfehler ab. Die Daten stehen allen berechtigten Mitarbeitenden sofort zur Verfügung, gleich an welchem Arbeitsplatz sie entstehen. Entscheidungen werden nachvollziehbar dokumentiert, Qualitätskontrollen automatisch überwacht, und das System übernimmt immer mehr Routineaufgaben.
Der eigentliche Wert entsteht aber erst, wenn alle digitalen Bausteine verbunden sind. Erst wenn Geräte, Präanalytik, Analytik, Qualitätsmanagement, Validierung und LIS zusammenarbeiten, entsteht ein durchgängiger Informationsfluss ohne Datensilos. Das Labor gewinnt zugleich Transparenz, Sicherheit und Geschwindigkeit.
Durchgehende Digitalisierung schafft die Voraussetzung für kürzere Durchlaufzeiten, bessere Qualität, bessere Nachvollziehbarkeit, eine leichtere Einarbeitung neuer Mitarbeitender und mehr Flexibilität bei steigenden Probenzahlen. Sie liefert auch belastbare Kennzahlen, auf denen sich die Prozesse kontinuierlich verbessern lassen.
Genau das ist der Ansatz von Mobiolink. Wie es die Signatur von Mobiolink sagt, „Start slow. Grow smart. Stay free.“: Jedes Labor kann mit einem überschaubaren Teilprojekt beginnen und die Digitalisierung dann in seinem eigenen Tempo erweitern. Digitalisierung wird so zu einer dauerhaften Veränderung statt zu einem riskanten Großprojekt.
Nutzt Mobiolink KI? Wenn ja, wie und wo?
Kurz
Ja. Mobiolink nutzt künstliche Intelligenz intensiv, aber nicht dort, wo Transparenz und Nachvollziehbarkeit Vorrang haben. Die KI unterstützt uns vor allem bei der Entwicklung, der Dokumentation und der Wartung der Software. Die Interpretation von Messwerten und diagnostische Entscheidungen erfolgen weiterhin ausschließlich mit transparenten, validierten und nachvollziehbaren Verfahren.
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Im Detail
Ja. Seit Februar 2026 ist die KI fester Bestandteil unseres Entwicklungsprozesses. Heute setzen wir mit Unterstützung der KI Erweiterungen, Fehlerkorrekturen, Migrationen auf neue Versionen von Programmiersprachen, Frameworks und Entwicklungswerkzeugen sowie viele technische Anpassungen um.
Die Ergebnisse haben unsere Erwartungen übertroffen. Mit der KI haben wir festgestellt, dass Fehler, die durch Änderungen entstehen, drastisch zurückgegangen sind. Die KI hat die technische Schuld stark verringert: Der größte Teil des Programmcodes wurde neu geschrieben.
Ein Punkt ist uns besonders wichtig: Die Mobiolink App setzt KI bewusst nicht ein, um Messwerte automatisch zu interpretieren oder eigenständig diagnostische Entscheidungen zu treffen. Im medizinischen Umfeld müssen alle Entscheidungen vollständig nachvollziehbar, validierbar und reproduzierbar sein. Die Interpretation der Rohdaten, Qualitätskontrollen, Standardkurven, Replikate und Freigaberegeln beruhen deshalb immer ausschließlich auf transparenten, parametrierbaren und dokumentierten Algorithmen.
So verbindet Mobiolink beides: KI dort, wo sie Entwicklung, Qualität und Innovationsgeschwindigkeit verbessert, und vollständig nachvollziehbare, regelbasierte Verfahren dort, wo klinische Verantwortung und Patientensicherheit im Mittelpunkt stehen.
Davon profitieren auch unsere Kunden. Die KI gibt einem bewusst kleinen und hochspezialisierten Entwicklungsteam die Mittel, die Mobiolink App schneller, einheitlicher und in hoher Qualität weiterzuentwickeln, ohne auf die Unabhängigkeit und die langfristige Ausrichtung des Unternehmens zu verzichten. Mobiolink verpflichtet sich außerdem, für jeden Kunden ein Source-Code-Escrow einzurichten: eine Hinterlegung des Codes bei einem Dritten, zugunsten des Kunden, falls es Mobiolink nicht mehr gäbe. Unsere Signatur „Start slow. Grow smart. Stay free.“ gilt deshalb für unsere Kunden und ebenso für die Weiterentwicklung von Mobiolink selbst.
Compliance
Welche Funktionen der Mobiolink App unterstützen die Grundanforderungen der Compliance-Vorschriften für Labore?
Kurz
Die Mobiolink App ist um Rückverfolgbarkeit, Datenintegrität, kontrollierte Prozesse und vollständige Dokumentation herum gebaut. Sie schafft die Voraussetzungen, die ein Labor für seine Akkreditierung braucht. Die Mobiolink App ist selbst nicht akkreditiert, und Mobiolink verpflichtet sich, bei der Akkreditierung des Labors kein blockierender Faktor zu sein.
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Im Detail
Die meisten Laborvorschriften haben ein gemeinsames Ziel: Jedes berichtete Resultat muss vollständig nachvollziehbar und reproduzierbar sein und in kontrollierten Prozessen entstehen. Die Mobiolink App wurde mit diesen Grundsätzen entwickelt und enthält viele Funktionen, die die Einhaltung regulatorischer Anforderungen unterstützen.
Die wichtigsten Funktionen:
- Vollständiger Audit-Trail. Jede relevante Aktion wird automatisch aufgezeichnet: wer sie ausgeführt hat, wann, was geändert wurde und gegebenenfalls warum. Der gesamte analytische Prozess wird nachvollziehbar.
- Elektronische Benutzerverwaltung. Rollenbasierte Rechte stellen sicher, dass jeder nur die Aktionen ausführt, die seiner Verantwortung entsprechen. Validierung, Genehmigung und Freigabe lassen sich nach den Regeln des Labors trennen.
- Integrierte Qualitätskontrolle. Die Mobiolink App bewertet Qualitätskontrollen, interne Kontrollen, Standardkurven, Replikate (ab Version 2.6, im Test) und die Akzeptanzkriterien des Batches automatisch, bevor Patientenresultate freigegeben werden. Für kritische Workflows ist eine zweistufige Validierung oder eine Validierung nach dem Vier-Augen-Prinzip möglich, wenn sie verlangt wird.
- Sichere Datenspeicherung. Rohdaten, berechnete Resultate, Daten der Qualitätskontrolle, Reagenzieninformationen, Batch-Aufzeichnungen und Validierungsentscheidungen werden zentral gespeichert, gegen unberechtigte Änderungen geschützt und für die langfristige Rückverfolgbarkeit aufbewahrt.
Die Mobiolink App bündelt alle analytischen Informationen, beseitigt Medienbrüche und hält jeden Schritt nachvollziehbar. Damit gibt sie Laboren mit regulierten Qualitätsmanagementsystemen eine solide technische Grundlage.
Hinweis: Die Mobiolink App stellt die technische Infrastruktur bereit, die konforme Arbeitsabläufe unterstützt. Die Einhaltung der jeweiligen regulatorischen Anforderungen, die Validierung der Laborverfahren und die letzte Verantwortung für freigegebene Patientenresultate liegen beim Labor.
Wie lauten der IVDR-/MDR-Disclaimer und der Verwendungszweck (Intended Use) der Mobiolink App?
Kurz
Die Mobiolink App ist eine Software (Operating System for Specialty Laboratories), die Laborprozesse organisiert und technisch unterstützt. Die Software führt ausschließlich benutzerdefinierte Berechnungen und Datenverarbeitungen durch. Alle Grenzwerte, Algorithmen und Entscheidungsregeln werden vom Labor festgelegt, validiert und verantwortet. Die Mobiolink App trifft keine medizinischen Entscheidungen und ersetzt nicht die fachliche Beurteilung durch qualifiziertes Personal. Die Mobiolink App ist kein Medizinprodukt, sofern die Entscheidungsregeln vom Labor definiert und validiert werden.
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Im Detail
Verwendungszweck (Intended Use)
Die Mobiolink App ist eine Software (Operating System for Specialty Laboratories) zur Verwaltung, Steuerung und technischen Unterstützung von Laborprozessen in Speziallaboren. Die Software verarbeitet Labor- und Gerätedaten. Sie führt ausschließlich mathematische Berechnungen und Datenverarbeitungen auf Grundlage der vom Anwender definierten Parameter und Algorithmen durch.
Alle Grenzwerte, Berechnungsparameter, Qualitätskriterien und Auswertealgorithmen werden vom Labor festgelegt, validiert und von entsprechend qualifiziertem Personal freigegeben. Die Mobiolink App erstellt keine eigenständigen klinischen Diagnosen, trifft keine medizinischen Entscheidungen und ersetzt weder die fachliche Interpretation noch die medizinische Freigabe der Untersuchungsergebnisse.
Die Verantwortung für die korrekte Parametrierung der Software, die Validierung der verwendeten Algorithmen sowie die klinische Bewertung und Freigabe der Ergebnisse liegt ausschließlich beim Anwender bzw. bei der betreibenden Organisation.
IVDR-/MDR-Disclaimer
Die Mobiolink App ist als administrative und technische Software konzipiert. Die Software nimmt keine diagnostische Interpretation aus eigenem Ermessen vor. Sie verarbeitet Daten ausschließlich nach den vom Anwender definierten und validierten Regeln.
Die Mobiolink App ist daher kein eigenständiges In-vitro-Diagnostikum im Sinne der Verordnung (EU) 2017/746 (IVDR) und kein eigenständiges Medizinprodukt im Sinne der Verordnung (EU) 2017/745 (MDR), sofern die Entscheidungsregeln vom Labor definiert und validiert werden und die Software ausschließlich entsprechend ihrem Verwendungszweck eingesetzt wird.
Die Einhaltung aller regulatorischen Anforderungen, die Validierung der eingesetzten Verfahren und die medizinische Verantwortung für die Befundung bleiben vollständig beim Betreiber des Labors.
Warum ist es wichtig, dass die Mobiolink App kein Medizinprodukt ist?
Kurz
Die Mobiolink App ist kein Medizinprodukt, sofern die Entscheidungsregeln vom Labor definiert und validiert werden. Sie wurde bewusst als Plattform für Laborverwaltung und Laborprozesse entwickelt, nicht als Medizinprodukt. Die Labore gewinnen dadurch Flexibilität, schnellere Weiterentwicklung und einfachere Updates, und sie bleiben frei, die Analysegeräte, Assays und Laboratory Developed Tests (LDTs) ihrer Wahl einzusetzen. Die medizinische Verantwortung bleibt dort, wo sie hingehört: beim Assay und beim Labor.
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Im Detail
Die Mobiolink App ist eine Verwaltungs- und Workflow-Software für Speziallabore. Sie organisiert, dokumentiert und steuert den gesamten analytischen Prozess. Sie stellt aber keine medizinische Diagnose, und sie ersetzt weder einen CE-IVD-Assay noch die fachliche Beurteilung durch das Labor. Diese bewusste Architektur hat mehrere Vorteile.
Schnellere Weiterentwicklung. Die Mobiolink App muss nicht das Zulassungsverfahren eines Medizinprodukts durchlaufen. Neue Funktionen, Verbesserungen und Optimierungen werden deshalb viel schneller entwickelt und geliefert. Das Labor profitiert laufend von Neuerungen, ohne lange Freigabezyklen abzuwarten.
Weniger regulatorischer Aufwand. Die Entwicklung zertifizierter Medizinprodukte verlangt viel Dokumentation, Validierung und Zertifizierung. Ohne diese Einstufung fließen mehr Ressourcen direkt in neue Funktionen, in die Benutzerfreundlichkeit und in das, was dem Kunden nützt.
Anpassungsfähigkeit. Jedes Speziallabor arbeitet etwas anders. Die Mobiolink App lässt sich deshalb durch Parametrierung schnell an die Prozesse jedes Labors anpassen, ohne dass jede Änderung eine aufwendige Rezertifizierung nach Medizinprodukterecht nach sich zieht.
Einfachere Updates und Wartung. Neue Versionen lassen sich schnell installieren. Die Labore arbeiten immer mit einer aktuellen Software, profitieren schneller von Verbesserungen und müssen nicht für jede funktionale Erweiterung lange Freigabeverfahren durchlaufen.
Schnelle Antwort auf neue Anforderungen. Neue Analyseverfahren, neue Gerätegenerationen, neue regulatorische Anforderungen oder Kundenwünsche lassen sich kurzfristig umsetzen. Eine Entwicklung, die ein Kunde wünscht und die auch anderen Laboren nützt, fließt in den Standard ein, und alle Kunden haben Zugang dazu. Konfiguration und Parametrierung bleiben kundenspezifisch. So bleibt das Labor technologisch flexibel und für neue Entwicklungen gerüstet.
Freie Wahl der Geräte und Assays. Die Mobiolink App bindet das Labor nicht an bestimmte Hersteller. Analysegeräte, Pipettierautomaten und Assays werden frei gewählt und kombiniert. Die Software schafft keine Abhängigkeit von einem Hersteller und keinen Vendor-Lock-in.
Uneingeschränkte Unterstützung von Laboratory Developed Tests (LDTs). Viele Speziallabore entwickeln und validieren eigene Verfahren. Die Mobiolink App unterstützt diese Prozesse ohne Einschränkung, bei der Entwicklung, der Validierung und der Einführung neuer LDTs. Das Labor behält seine volle wissenschaftliche und methodische Freiheit.
Klare Trennung der Verantwortlichkeiten. Die Mobiolink App verwaltet Proben, Rohdaten, Qualitätskontrollen, Standardkurven, interne Kontrollen, Batch-Freigaben und technische Validierungen. Die medizinische Bedeutung eines Resultats kommt aber immer aus dem validierten Assay und aus der Beurteilung durch das verantwortliche Labor. Diese klare Trennung schafft Transparenz, verringert die regulatorische Komplexität und lässt dem Labor ein Höchstmaß an Flexibilität.
Ein strategischer Vorteil in Zeiten der IVDR
Mit der Einführung der IVDR ist der regulatorische Aufwand für In-vitro-Diagnostika deutlich gestiegen. Gleichzeitig gewinnen Laboratory Developed Tests (LDTs), die Validierung von Assays und der flexible Einsatz neuer Verfahren für viele Speziallabore an Bedeutung.
Solange die Entscheidungsregeln vom Labor definiert und validiert werden, ist die Mobiolink App selbst kein Medizinprodukt. Die Software bleibt damit von den regulatorischen Anforderungen an diagnostische Verfahren getrennt. Das Labor kann neue Assays, neue Geräte oder neue LDTs einführen, validieren und optimieren, ohne dass Änderungen an der Mobiolink App eine neue Zertifizierung als Medizinprodukt verlangen.
Die Mobiolink App stellt dafür die Infrastruktur für Dokumentation, Rückverfolgbarkeit, Qualitätskontrolle, Audit-Trail und technische Validierung bereit. Die regulatorische Verantwortung für das diagnostische Verfahren bleibt beim jeweiligen Assay bzw. beim Labor.
Die Mobiolink App entscheidet nicht über die medizinische Bedeutung eines Resultats. Sie sorgt dafür, dass der gesamte Laborprozess, vom Eingang der Probe bis zum validierten Resultat, sicher, nachvollziehbar, effizient und vollständig dokumentiert abläuft.
PCR
Welche Vorteile hat die PCR-Kurveninterpretation der Mobiolink App?
Kurz
Die Interpretation der Amplifikations- und Schmelzkurven entscheidet über die Qualität eines PCR-Resultats. Die Mobiolink App interpretiert die Rohdaten assayspezifisch, aber unabhängig vom verwendeten Thermocycler. Das Ergebnis ist eine transparente, reproduzierbare und automatisierte Beurteilung, mit integrierter Qualitätskontrolle und klar dokumentierten Entscheidungen.
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Im Detail
Die PCR-Kurveninterpretation der Mobiolink App standardisiert den gesamten Interpretationsprozess und passt sich trotzdem den Anforderungen jedes Assays an.
Jeder Assay hat seinen eigenen Interpretationsalgorithmus. So werden unterschiedliche Targets, Fluoreszenzkanäle, Auswerteverfahren und Grenzwerte berücksichtigt. Und derselbe Algorithmus arbeitet unabhängig vom Thermocycler. Das Labor erhält identische und vergleichbare Resultate, auch wenn mehrere Gerätetypen parallel laufen.
Schon während der Interpretation führt die Mobiolink App automatisch umfangreiche Qualitätskontrollen durch. Neben den klassischen Positiv- und Negativkontrollen überwacht sie alle internen Kontrollen (EXO-IC, ENDO-IC) und weitere assayspezifische Qualitätskriterien. Fehler und Auffälligkeiten werden sofort erkannt und dokumentiert.
Statt nur zwischen „positiv“ und „negativ“ zu unterscheiden, klassifiziert die Mobiolink App die Resultate feiner. Sie erkennt eindeutig positive und eindeutig negative Proben, aber auch positive Resultate mit ungewöhnlichen Eigenschaften, die eine zusätzliche Beurteilung brauchen. Die technische Validierung wird schneller und sicherer.
Alle Entscheidungen beruhen auf transparenten und nachvollziehbaren Regeln. Die Interpretation ist reproduzierbar, vollständig dokumentiert und unabhängig vom einzelnen Benutzer. Die Labore können eigene Entscheidungsregeln einbinden, zum Beispiel automatische Freigaben, Wiederholungsmessungen, Reflex-Testing oder besondere Warnhinweise.
Das Ergebnis ist eine Interpretation, die auf allen Geräten denselben Regeln folgt. Sie ist zugleich die Grundlage einer weitgehend automatisierten, qualitätsgesicherten PCR-Diagnostik.
Muss für jeden Gerätetyp ein eigener Assay definiert werden?
Kurz
Nein. In der Mobiolink App bleibt ein Assay derselbe, auch wenn er auf mehreren zertifizierten Gerätetypen läuft. Die gerätespezifischen Unterschiede werden in derselben Assay-Definition verwaltet. Das Labor gewinnt Flexibilität, und die Parametrierung braucht weniger Aufwand.
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Im Detail
Kommerzielle Assays sind oft für mehrere Analysegeräte oder Gerätetypen zertifiziert. In der Mobiolink App muss deshalb nicht für jedes Instrument ein eigener Assay angelegt werden.
Der Assay wird einmal zentral definiert. Die gerätespezifischen Unterschiede, zum Beispiel bei Rohdatenformaten, Messkanälen, Interpretationsregeln, Exportparametern oder Geräteeinstellungen, werden innerhalb dieses Assays für jeden Gerätetyp separat hinterlegt.
Der Benutzer wählt das Gerät, auf dem gemessen wird, also erst bei der Zusammenstellung oder Bestückung des Runs. Das Labor reagiert flexibel auf Auslastung, Wartung oder einen Geräteausfall, ohne Assays zu duplizieren oder seine Arbeitsweise zu ändern.
Unter Umständen kann sogar auf ein zweites, baugleiches Gerät verzichtet werden, das nur als Ausfallsystem dient, sofern ein anderer zertifizierter Gerätetyp zur Verfügung steht.
Auch für Kit-Hersteller ist dieses Konzept interessant. Sie können einen Assay mit seinen Varianten für alle zertifizierten Gerätetypen in einem einzigen Stammdatensatz bereitstellen und an ihre Kunden weitergeben. Die Parametrierung beim Kunden wird dadurch deutlich einfacher, und alle Gerätevarianten beruhen auf derselben Assay-Grundlage.
Wie geht die Mobiolink App mit der Color Compensation des LC480 um?
Kurz
Die Color Compensation ist Voraussetzung für die richtige Interpretation der Fluoreszenzsignale des LC480. Das Gerät exportiert nur die unkorrigierten Rohdaten, ohne die Color-Compensation-Daten selbst. Auswertung und Qualitätskontrolle mussten deshalb bisher direkt am Gerät erfolgen. Die Mobiolink App bildet diesen Schritt vollständig nach, wendet automatisch die passende Color Compensation an und macht den gesamten Prozess transparent, an jedem Arbeitsplatz.
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Im Detail
Die Anwendung der Color Compensation auf die Rohmesswerte ist unverzichtbar, um die Amplifikations- und Schmelzkurven des LC480 richtig zu interpretieren. Die Originalsoftware des Geräts führt diese Korrektur zuverlässig durch, exportiert aber nur die unkorrigierten Rohdaten. Weder die Color-Compensation-Runs noch die daraus berechneten Korrekturwerte werden exportiert.
Den Laboren blieb deshalb bisher nichts anderes übrig, als direkt am Analysegerät zu interpretieren, Berichte auszudrucken oder die Daten auf den Geräte-PCs zu lassen. Eine zentrale Auswertung, eine vollständige Rückverfolgbarkeit und eine einheitliche Datenhaltung waren praktisch nicht möglich.
Die Mobiolink App bildet deshalb die gesamte Auswertung und Anwendung der Color Compensation nach. Sie erkennt Color-Compensation-Runs automatisch an ihrem Namen, berechnet die Korrekturprofile und speichert sie dauerhaft. Jeder Assay ist mit seinem Color-Compensation-Profil verknüpft, und die Korrektur wird bei der Interpretation der Rohdaten automatisch angewendet.
Der Benutzer kann jederzeit, für einen ganzen Run oder für einzelne Wells, zwischen den Rohdaten und den korrigierten Kurven umschalten und die Wirkung direkt vergleichen. Erfahrene Benutzer können bei Bedarf die berechneten Korrekturparameter prüfen und bei systematischer Über- oder Unterkompensation anpassen.
Die bisher im Gerät verborgene Color Compensation wird vollständig transparent und steht an jedem Arbeitsplatz zur Verfügung. Interpretation, interne Kontrollen, Qualitätsprüfungen und Chargenbewertung erfolgen zentral in der Mobiolink App, ohne Datensilos auf den Analysegeräten.
Kann die Mobiolink App auch den LC PRO anbinden? Mit welchen Vor- oder Nachteilen?
Kurz
Ja. Die Mobiolink App unterstützt den LC PRO seit seiner Markteinführung. Wie bei allen Thermocyclern übernimmt sie alle Rohdaten, interpretiert sie automatisch und unterzieht sie einer Echtzeit-Qualitätskontrolle. Die Auswertung in der Gerätesoftware entfällt, und alle Daten stehen zentral in der Mobiolink App zur Verfügung.
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Im Detail
Die Mobiolink App hat den LC PRO direkt bei seiner Markteinführung im Jahr 2024 eingebunden.
Wie bei allen unterstützten Thermocyclern importiert die Mobiolink App nicht nur die Endresultate, sondern alle Rohdaten des Runs. Amplifikations- und Schmelzkurven werden gemeinsam ausgewertet, automatisch interpretiert und gleichzeitig einer Echtzeit-Qualitätskontrolle unterzogen. Interne Kontrollen, Standardkurven, Batch-Parameter und alle weiteren Freigabekriterien werden automatisch geprüft.
Die manuelle Sichtung und Interpretation in der LC-PRO-Software entfällt. Auch das isolierte Datensilo auf dem Gerät verschwindet: Alle Messdaten werden zentral in der Mobiolink App gespeichert und bleiben langfristig verfügbar.
Ein weiterer Vorteil ist die einheitliche Arbeitsweise. Für den Benutzer spielt es keine Rolle, ob die Daten von einem LC PRO, einem LC480 oder einem Thermocycler eines anderen Herstellers kommen. Validierung, Visualisierung und Freigabe laufen immer mit derselben Oberfläche, denselben Regeln und denselben Qualitätskontrollen. Schulung, Routinearbeit und Gerätewechsel werden dadurch deutlich einfacher, und es entsteht ein durchgängiger, herstellerunabhängiger Workflow.
Speziallabore
Was unterscheidet Speziallabore von anderen Laborabteilungen?
Kurz
Mit „Speziallaboren“ meinen wir Abteilungen, die komplexe Analysen durchführen, oft im Batch. Jede Analyse erfordert mehrere Bearbeitungsschritte, anspruchsvolle Geräte und assayspezifische Qualitätskontrollen. Ihre Prozesse sind nicht vollständig digitalisiert. Ihre Ergebnisse werden im Zusammenhang des gesamten Runs gelesen und validiert. Die meisten Laborbereiche analysieren Proben einzeln und weitgehend automatisiert. In der Spezialanalytik ist das anders. Die Proben werden oft in Batches, Runs oder Experimenten verarbeitet, gemeinsam vorbereitet, gemessen und bewertet. Über die Freigabe der Resultate entscheiden nicht nur die Resultate der einzelnen Proben, sondern auch die Qualität des ganzen Batches. Genau hier stoßen klassische LIS oft an ihre Grenzen.
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Im Detail
Routinebereiche wie die klinische Chemie, die Hämatologie oder viele immunologische Verfahren verarbeiten die Proben meist einzeln. Jede Probe durchläuft weitgehend automatisiert denselben Prozess und liefert ihr eigenes Resultat.
In der Spezialanalytik, zum Beispiel bei PCR, NGS, LC-MS/MS, ELISA oder anderen komplexen Verfahren, steht dagegen der Batch im Mittelpunkt. Ein Batch, Run oder Experiment enthält neben den Patientenproben auch Kontrollen, Standards, Kalibratoren, Replikate und Blanks. Die Resultate der einzelnen Proben lassen sich erst bewerten und freigeben, wenn die Qualitätsparameter des ganzen Batches innerhalb definierter Grenzen liegen.
Diesen Verfahren gehen oft umfangreiche präanalytische Schritte voraus. Die Proben müssen sortiert, aliquotiert, extrahiert, verdünnt, gepoolt oder auf Plates verteilt werden. Diese Schritte sind oft manuell und mehrstufig und müssen vollständig nachvollziehbar dokumentiert werden.
Die Schwierigkeit: Die zentrale Arbeitseinheit ist nicht die Probe, sondern der ganze Batch. Viele LIS wurden aber für die Verarbeitung Probe für Probe konzipiert. Sie bilden die Arbeit im Batch, die Qualitätsbewertung und die Präanalytik nur teilweise ab.
Die Mobiolink App wurde für diese Anforderungen entwickelt. Sie verwaltet den gesamten Batch-Prozess, von der Probenvorbereitung über die Zusammenstellung des Runs und die Qualitätskontrolle bis zur technischen Validierung und zur Übermittlung der Resultate an das LIS. Die Spezialanalytik erhält so eine digitale Unterstützung, die ihrer tatsächlichen Arbeitsweise entspricht.
Welche besonderen Herausforderungen stellt die Qualitätskontrolle in der Spezialanalytik?
Kurz
In der Spezialanalytik bedeutet Qualitätskontrolle mehr als die Überwachung eines Analysegeräts. Neben den klassischen Kontrollproben müssen ganze Batch-Prozesse, präanalytische Schritte und die internen Kontrollen jeder einzelnen Probe überwacht werden. Viele dieser Prüfungen erfolgen heute noch von Hand. Die Mobiolink App prüft diese komplexen Kontrollen automatisch und dokumentiert sie vollständig.
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Im Detail
In den meisten Speziallaboren gelten grundsätzlich dieselben Qualitätsanforderungen wie im Routinelabor. Kontrollproben, Kalibratoren und Qualitätsregeln müssen selbstverständlich innerhalb definierter Grenzen liegen.
Die eigentliche Herausforderung beginnt dort, wo sich die Spezialanalytik von der Routine unterscheidet: bei der Verarbeitung der Proben im Batch. Es genügt nicht, dass das Analysegerät korrekt arbeitet. Der ganze Batch, einschließlich der präanalytischen Schritte, muss nachweisen, dass er innerhalb der vom Labor definierten Qualitätskriterien durchgeführt wurde.
Dazu kommt ein weiterer Punkt. Bei vielen Verfahren werden jeder Probe interne Kontrollen (EXO-IC) oder interne Standards zugesetzt. Zusätzlich können endogene Kontrollen (Endo-IC) vorhanden sein. Diese Kontrollen zeigen, ob Extraktion, Aufarbeitung und Messung für genau diese Probe richtig verlaufen sind.
Die Prüfung dieser Werte gehört zu den wichtigsten Maßnahmen der Qualitätssicherung. In vielen Laboren erfolgt sie heute noch von Hand, direkt in der Gerätesoftware, und muss anschließend dokumentiert werden. Klassische LIS bilden diese Anforderungen in der Regel nicht oder nur sehr eingeschränkt ab.
Die Mobiolink App überwacht Batch-Kontrollen, interne Standards, EXO-IC und Endo-IC automatisch. Sie prüft die definierten Akzeptanzgrenzen, dokumentiert alle Ergebnisse revisionssicher und sperrt die Freigabe fehlerhafter Resultate. Die Qualitätskontrolle wird sicherer, nachvollziehbarer und effizienter.
Welche Folgen hat eine sequenzielle statt einer positiven Probenidentifikation?
Kurz
In Routineabteilungen wird heute fast jede Probe bei jedem Schritt per Barcode eindeutig identifiziert. In Speziallaboren ist das oft nicht möglich. Nach der Überführung in Plates, Racks oder Batch-Strukturen ist die Probe oft nur noch durch ihre Position definiert. Das schafft zusätzliche Risiken. Sie verlangen große Aufmerksamkeit, lückenlose Dokumentation und eine passende Softwareunterstützung.
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Im Detail
Die positive Probenidentifikation per Barcode ist im Routinelabor heute Standard. Jeder Schritt bestätigt aktiv die Identität der Probe.
In der Spezialanalytik, etwa bei PCR, NGS, LC-MS/MS oder ELISA, werden die Proben aber meist im Batch verarbeitet. Nach der Überführung in Extraction Plates, Microplates oder andere Batch-Strukturen werden sie oft nicht mehr über die Probe selbst identifiziert, sondern über ihre Position im Batch.
Eine einzige Verwechslung beim Pipettieren, bei einem Transfer oder bei der Zusammenstellung eines Batches genügt, und Resultate werden dem falschen Patienten zugeordnet. Deshalb werden diese Schritte traditionell von manuellen Kontrollen, dem Vier-Augen-Prinzip, Papierlisten und hohem Dokumentationsaufwand begleitet.
Die Mobiolink App verringert dieses Risiko durch eine lückenlose digitale Rückverfolgbarkeit aller Transfers. Jede Position, jeder Transfer und jeder Schritt wird dokumentiert und nachvollziehbar gespeichert. So entsteht eine virtuelle positive Probenidentifikation, auch dort, wo eine direkte Barcode-Kontrolle technisch nicht mehr möglich ist. Sicherheit, Qualität und Vertrauen in die Resultate steigen.
Welche Geräte werden an die Mobiolink App angeschlossen, und wie?
Kurz
Die Mobiolink App verbindet alle Geräte eines Speziallabors mit einer zentralen Plattform, von Pipettierrobotern und Sortiersystemen bis zu PCR-, LC-MS/MS-, HPLC-, ELISA- oder NGS-Systemen. Die Anbindung erfolgt über etablierte Standards wie HL7, ASTM oder Dateiaustausch. So entstehen durchgängige digitale Prozesse, ohne Medienbrüche und ohne zusätzliche Lizenzkosten pro Gerät.
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Im Detail
Die Mobiolink App führt alle Geräte eines Speziallabors in einer einzigen Arbeitsumgebung zusammen. Dazu gehören Analysegeräte, Pipettierautomaten, Liquid Handler, Sortiersysteme, Thermocycler, LC-MS/MS-, HPLC-, Spektrometrie- und ELISA-Systeme und viele weitere.
Vollautomatische Analysegeräte und Systeme für patientennahe Diagnostik (POC) werden meist über Standardprotokolle wie HL7 oder ASTM angebunden. Wo der Hersteller es unterstützt, kommuniziert das Gerät in beide Richtungen: Die Mobiolink App sendet die Aufträge an das Gerät und empfängt anschließend die Resultate automatisch.
Bei Batch-Verfahren erfolgt die Integration oft über Dateiaustausch. In diesem Fall bereitet die Mobiolink App die gesamte Batchzusammenstellung vor und schreibt Arbeitslisten, Plate Layouts oder Probeninformationen in ein vom Labor definiertes Austauschverzeichnis. Das Gerät importiert diese Daten.
Nach der Messung exportiert das Gerät die Resultate in dasselbe Verzeichnis, einschließlich der Rohdaten: Kurven, Ct-Werte, Peakflächen, Peakhöhen oder andere gerätespezifische Informationen. Die Mobiolink App übernimmt diese Daten automatisch, ordnet sie dem richtigen Batch zu und führt alle definierten Kontrollen durch.
Dazu gehören die Qualitätskontrollen, die Prüfung der Standardkurven, die internen Kontrollen, die Prüfung der Replikate (ab Version 2.6, im Test), die Batch-Freigaben und die automatische Interpretation der Rohdaten. Problemfälle werden gezielt markiert und dem Benutzer zur Bearbeitung vorgelegt.
Das Ergebnis: Der Benutzer arbeitet nicht mehr mit vielen Gerätesoftwares, sondern zentral in der Mobiolink App. Die Geräte liefern die Messwerte. Die Mobiolink App übernimmt die Prozesssteuerung, die Qualitätsüberwachung, die Dokumentation, die technische Validierung und den Export der Resultate an das LIS.
So entsteht eine durchgängige digitale Kette, in der jedes Gerät optimal genutzt wird und alle Daten zentral, sicher und nachvollziehbar verwaltet werden.
Wie behandelt die Mobiolink App Standardkurven?
Kurz
In vielen Bereichen wie PCR, LC-MS/MS, ELISA oder analytischer Chemie sind Standardkurven die Grundlage einer korrekten Quantifizierung. Die Mobiolink App verwaltet die gesamte Definition der Standardkurven zentral im Assay und erkennt Standards, Kontrollen und Replikate (ab Version 2.6, im Test) im Batch automatisch. Berechnung, Qualitätsbewertung und Langzeitüberwachung beruhen auf Regeln und sind reproduzierbar, unabhängig von der Position der Standards im Run.
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Im Detail
Die gesamte Logik einer Standardkurve ist in der Assay-Definition hinterlegt. Dazu gehören insbesondere die Standardproben mit ihren Sollkonzentrationen, die verpflichtenden Kalibratoren, die Anzahl der Replikate, der verwendete Regressionsalgorithmus und alle relevanten Qualitätskriterien: R²-Grenzen, LLOQ, ULOQ, zulässige Abweichungen jedes Kalibrators und weitere assayspezifische Parameter. Replikate werden ab Version 2.6 der Mobiolink App verwaltet, die heute im Test ist; in der bei den Kunden installierten Version sind sie noch nicht enthalten.
In Plate Layout Templates lassen sich die Positionen der Standards und Kontrollen vordefinieren. Die Mobiolink App ist aber nicht auf feste Positionen angewiesen. Sie erkennt anhand der Batchzusammensetzung selbst, welche Standards, Kontrollen und Patientenproben er enthält, und prüft selbstständig, ob die vom Assay verlangte Mindestkonfiguration vorhanden ist.
Nach dem Import der Messdaten berechnet die Mobiolink App die Standardkurve automatisch, bewertet jeden Kalibrator gegen die Regressionsfunktion, prüft alle definierten Qualitätskriterien und berechnet die Resultate jeder Probe. Fehlerhafte oder unvollständige Kurven werden sofort erkannt und dokumentiert.
Wenn der Assay es vorsieht, kann die Mobiolink App auch externe Standardkurven verwenden. Bestimmte Analysen lassen sich dann auch auswerten, wenn der laufende Batch keine eigene Kalibrierung enthält.
Die Mobiolink App speichert außerdem alle relevanten Batch-Kennwerte dauerhaft und zeigt sie, wie die Qualitätskontrollen, in Verlaufsgrafiken. Dazu gehören zum Beispiel R², Steigung (Slope), Achsenabschnitt (Y-Intercept), Effizienzwerte, Mittelwerte der internen Kontrollen, Wiederfindungsraten der Kalibratoren oder weitere assayspezifische Kennzahlen. Diese Kennwerte werden automatisch mit den definierten Ziel- und Grenzwerten verglichen: Trends, Drift oder schleichende Veränderungen werden früh erkannt.
Das Ergebnis ist eine vollständig automatisierte, nachvollziehbare und auditierbare Verwaltung der Standardkurven und der Batch-Performance, unabhängig von Gerät und Hersteller. Die Standardkurve ist dann keine einmalige Kalibrierung mehr. Sie wird zu einem zentralen Instrument der kontinuierlichen Qualitätsüberwachung.
Was bringt die technische Validierung in der App gegenüber der Validierung am Analysegerät?
Kurz
Die technische Validierung in der Mobiolink App ist mehr als eine bequemere Anzeige der Resultate. Die App bewertet gleichzeitig Qualitätskontrollen, interne Kontrollen, Kennwerte des Runs, frühere Messungen und präanalytische Informationen. Der Validierer hat alle für seine Entscheidung nötigen Informationen an einem Arbeitsplatz: schneller, sicherer und mit deutlich weniger Arbeit am Gerät.
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Im Detail
Die Software eines Analysegeräts kennt in der Regel nur die Daten dieses Geräts und dieses Runs. Die Mobiolink App führt dagegen alle Informationen zusammen, die eine fundierte technische Validierung braucht.
Noch bevor der Validierer ein Resultat sieht, prüft die Mobiolink App automatisch, ob Qualitätskontrollen, interne Kontrollen und Standardkurven die definierten Zielwerte erreichen. Dabei berücksichtigt sie auch chargenspezifische Sollwerte.
Die Mobiolink App bewertet außerdem die wichtigsten Kennwerte des ganzen Runs, zum Beispiel R², Steigung, Achsenabschnitt, Mittelwerte der internen Kontrollen oder weitere assayspezifische Qualitätskennzahlen. Grenzwertverletzungen und Trends werden sofort erkannt und hervorgehoben.
Während der Validierung stehen dem Benutzer Informationen zur Verfügung, die ein Analysegerät in der Regel nicht kennt:
- Die Resultate anderer Analysen derselben Probe.
- Frühere Messungen und Wiederholungen derselben Probe.
- Präanalytische Ereignisse und Besonderheiten.
- Die vollständige Rückverfolgbarkeit aller Schritte.
Der Validierer setzt seine Entscheidung direkt um: eine Wiederholung anfordern, einen Reflex-Test auslösen, eine Verdünnung veranlassen, eine Probe sperren oder eine telefonische Befundmitteilung dokumentieren, ohne zwischen Systemen zu wechseln.
Das Ergebnis ist eine effizientere technische Validierung. Hochqualifiziertes Personal verbringt weniger Zeit mit der Suche nach Informationen und mehr Zeit mit fachlichen Entscheidungen. Standardisierung, Nachvollziehbarkeit und Prozesssicherheit steigen. Validiert wird nicht das Analysegerät, sondern der gesamte diagnostische Prozess.
Warum ist die Mobiolink App in der Molekularbiologie ebenso einsetzbar wie in der analytischen Chemie, obwohl diese Bereiche so verschieden sind?
Kurz
Molekularbiologie und analytische Chemie nutzen völlig unterschiedliche Messverfahren. Der Laborprozess selbst ist aber sehr ähnlich. Beide arbeiten im Batch, brauchen Standards und Qualitätskontrollen und interpretieren die Resultate immer im Zusammenhang des ganzen Runs. Auf diese Gemeinsamkeiten ist die Mobiolink App spezialisiert, unabhängig vom Analysegerät oder von der Technologie.
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Im Detail
Molekularbiologie (PCR, NGS usw.) und analytische Chemie (LC-MS/MS, HPLC, GC, AAS, ICP usw.) unterscheiden sich stark in ihren Messverfahren, Rohdaten und Resultaten. Der organisatorische und qualitätssichernde Ablauf ist dagegen nahezu identisch.
Beide Bereiche arbeiten im Batch. Einzelne Resultate lassen sich erst interpretieren und freigeben, wenn der ganze Run mit seinen Qualitätskontrollen, Standards, internen Kontrollen und Kennwerten erfolgreich abgeschlossen ist.
Auch der Prozess ist in beiden Disziplinen sehr ähnlich:
- Übernahme der Aufträge aus dem LIS
- Registrierung und Sortierung der Primärproben
- Präanalytik und Eluatgewinnung bzw. Probenvorbereitung
- Zusammenstellung der Batches mit Patientenproben, Standards, Kontrollen und Replikaten
- Durchführung der Messung
- Übernahme der Rohdaten
- Interpretation der Rohdaten und Echtzeit-Qualitätskontrolle
- Technische Validierung, Wiederholungen oder Reflex-Tests
- Export der freigegebenen Resultate an das LIS
Dazu kommt, dass beide Fachgebiete immer mehr Multiplex-Assays einsetzen, bei denen eine einzige Messung mehrere, teils über hundert Resultate liefert. Die Interpretation hängt dadurch noch stärker vom ganzen Batch ab.
Die Mobiolink App bildet genau diesen gemeinsamen Workflow ab. Die Unterschiede der Technologien berücksichtigt sie in den gerätespezifischen Auswerteverfahren, während der gesamte organisatorische Prozess für den Benutzer gleich bleibt. Deshalb lässt sich dieselbe Plattform in der Molekularbiologie wie in der analytischen Chemie einsetzen, und ebenso in anderen Speziallaboren, die im Batch arbeiten, etwa ELISA, Toxikologie, Neugeborenen-Screening oder Rechtsmedizin. Die Mitarbeitenden müssen nicht für jede Technologie eine andere Software lernen, und das Labor erhält eine einheitliche, transparente und durchgängig digitale Arbeitsweise.
Was sind heute die größten Probleme der Speziallabore?
Kurz
In den meisten Speziallaboren funktioniert die Analytik selbst heute erstaunlich zuverlässig. Die größten Schwierigkeiten entstehen rund um den Analyseprozess: Qualitätssicherung, Dokumentation, regulatorische Anforderungen und die Koordination immer komplexerer Abläufe. Dazu kommen der Mangel an qualifiziertem Personal und der finanzielle Druck: eine große Belastung.
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Im Detail
Die größten Schwierigkeiten unterscheiden sich von Fachgebiet zu Fachgebiet. Fast alle Speziallabore haben aber eines gemeinsam: Nicht die Analytik selbst wiegt heute am schwersten, sondern alles, was davor, dazwischen und danach geschieht.
Moderne Analysegeräte arbeiten meist zuverlässig und liefern reproduzierbare Ergebnisse. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Qualitätssicherung, Dokumentation, Rückverfolgbarkeit und regulatorische Nachweise ständig. Immer mehr Zeit fließt deshalb in administrative Aufgaben statt in die eigentliche Diagnostik.
Die Informationen sind oft auf LIS, Gerätesoftware, Programme für die Qualitätskontrolle, Excel-Dateien, E-Mails und Papier verteilt. Daten werden mehrfach erfasst oder übertragen, Schichtübergaben erfolgen mündlich, und viele Entscheidungen bleiben nur im Gedächtnis einzelner Mitarbeitender: warum eine Qualitätskontrolle akzeptiert, eine Probe wiederholt oder ein Resultat freigegeben wurde.
Jeder dieser kleinen Medienbrüche scheint für sich genommen folgenlos. Zusammen verursachen sie erhebliche Verluste. Hochqualifiziertes Personal verbringt einen immer größeren Teil seiner Arbeitszeit mit Suchen, Kontrollieren, Dokumentieren, Koordinieren und Organisieren.
Wenn das Probenvolumen steigt, wächst diese organisatorische Komplexität oft schneller als die Analytik selbst. Es entstehen Zeitdruck, Stress und steigende Kosten. Gleichzeitig sind der Mangel an qualifiziertem Personal und der finanzielle Druck eine große Belastung: weniger qualifiziertes Personal, weniger Mittel.
Da die Labore weder den Arbeitsmarkt noch die regulatorischen Anforderungen beeinflussen können, investieren viele in mehr Automatisierung. Mobiolink ist für die Automatisierung. Die Mobiolink App hält die Intelligenz und die Daten, die die Automaten verteilen, an einem einzigen Ort zusammen und steuert die Automaten von dort aus. So wird eine geordnete, gut strukturierte Automatisierung möglich, wenn das Labor es wünscht. Die Speziallabore gewinnen Zeit für ihre eigentliche Aufgabe: eine hochwertige Diagnostik.
Warum übernimmt und speichert die Mobiolink App alle Rohdaten, die die Geräte liefern?
Kurz
Analysegeräte liefern meist neben den Endresultaten auch die Messdaten, auf denen sie beruhen. Die Mobiolink App übernimmt diese Rohdaten und speichert sie zentral, interpretiert sie transparent und hält sie langfristig verfügbar. Das schafft Nachvollziehbarkeit, verringert Datensilos und macht die Qualitätskontrolle unabhängig vom Gerät, heute wie auch Jahre später.
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Im Detail
Für Mobiolink sind die Rohdaten das eigentliche Messergebnis. Das angezeigte Endresultat eines Analysegeräts ist dagegen das Produkt des gerätespezifischen Auswertealgorithmus.
Die Mobiolink App übernimmt deshalb grundsätzlich alle verfügbaren Rohdaten und speichert sie zentral, in einem einheitlichen, geräteunabhängigen Format. Je nach Verfahren sind das zum Beispiel Amplifikations- und Schmelzkurven, Peaks, Spektren, Intensitäten oder andere Messwerte.
Die Mobiolink App interpretiert diese Rohdaten anschließend mit einem vom Labor definierten, dokumentierten und kontrollierbaren Algorithmus. Das berechnete Resultat wird automatisch mit dem Resultat des Geräts verglichen. So entsteht eine zweite Meinung, eine doppelte Kontrolle: Der Benutzer entscheidet.
Nicht jedes Analysegerät liefert alle Details seiner Messkurven oder Peakverläufe. In den meisten Fällen reichen die exportierten Rohdaten aber aus, damit die Mobiolink App Auffälligkeiten automatisch erkennt und den Benutzer gezielt darauf hinweist. Nur wenn solche Auffälligkeiten auftreten oder das Gerät bestimmte Informationen gar nicht exportiert, muss der Validierer die Kurven direkt am Analysegerät prüfen. Die zeitraubende Sichtung aller Kurven entfällt. Man betrachtet nur die wenigen Fälle, in denen es wirklich nötig ist.
Ein weiterer Vorteil: Die technische Validierung muss nicht mehr am Analysegerät erfolgen. Alle Rohdaten stehen an jedem berechtigten Arbeitsplatz zur Verfügung. Medienbrüche nehmen ab, die verstreuten Datensilos auf den Geräte-PCs verschwinden, und Datensicherung, Archivierung und Compliance werden einfacher.
Da die Rohdaten dauerhaft in einem standardisierten Format gespeichert werden, bleiben sie verfügbar, auch wenn das ursprüngliche Analysegerät längst ersetzt ist. Sie dienen weiter für Qualitätsanalysen und wissenschaftliche Fragestellungen, unabhängig von einem Gerätehersteller.
Wie werden Wiederholer in der Mobiolink App behandelt?
Kurz
Wiederholungen gehören in der Spezialanalytik zum Alltag. Doch nicht jede Wiederholung ist gleich: Sie kann ganze Batches betreffen, einzelne Proben, nur die Analytik oder den ganzen Prozess einschließlich Präanalytik. Die Mobiolink App verwaltet alle Wiederholungen strukturiert, nachvollziehbar und regelbasiert, ohne Eingriff im LIS, ohne manuelle Listen und ohne Excel-Dateien.
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Im Detail
In der Molekularbiologie und der analytischen Chemie sind Wiederholungen komplexer als im Routinelabor. Die Mobiolink App unterscheidet deshalb mehrere Arten der Wiederholung:
- Wiederholung eines kompletten Batches oder Runs
- Wiederholung einzelner Proben
- Wiederholung nur der Analytik
- Wiederholung von Präanalytik und Analytik
- Wiederholungen mit automatischer Verdünnung (zum Beispiel 1:10, 1:100)
Die Entscheidung zur Wiederholung kann automatisch fallen, über frei parametrierbare Regeln, oder vom Benutzer im Einzelfall ausgelöst werden. Typische Auslöser sind ungültige interne Kontrollen, Qualitätsprobleme im Batch, Messwerte außerhalb des Messbereichs oder laborspezifische Freigaberegeln.
Die Mobiolink App orchestriert den gesamten Wiederholungsprozess, unabhängig vom LIS. Die betroffenen Analysen erhalten automatisch den passenden Status, Proben können wieder in den präanalytischen Workflow eingegliedert werden, und nötige Verdünnungen oder Neuansätze werden vollständig dokumentiert.
Alle Schritte bleiben lückenlos nachvollziehbar: wer die Wiederholung ausgelöst hat, warum sie nötig war, welche Schritte erneut durchgeführt wurden und welches Resultat schließlich freigegeben wurde. Das vermeidet Fehler, verbessert die Rückverfolgbarkeit und verringert den Aufwand für die Mitarbeitenden deutlich.
Integration ins LIS
Wie fügt sich die Mobiolink App in die IT-Infrastruktur eines Labors ein?
Kurz
Die Mobiolink App fügt sich so einfach in die bestehende Labor-IT ein wie ein Analysegerät. Für das LIS erscheint jede Instanz der Mobiolink App als eigenständiges Analysegerät: Sie übernimmt die Aufträge und sendet die Resultate zurück. Standardisierte Schnittstellen wie HL7, ASTM oder Dateiaustausch sorgen für eine schnelle und sichere Anbindung, ohne aufwendige Änderungen am LIS.
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Im Detail
Die Mobiolink App wurde entwickelt, um sich in bestehende Labor-IT-Landschaften einzufügen. Gegenüber dem LIS verhält sich jede Instanz einer Abteilung wie ein modernes Analysegerät.
Sobald eine Probe in der Abteilung erkannt wird, fragt die Mobiolink App die relevanten Informationen beim LIS ab: angeforderte Analysen, Materialart, Patientendaten, Prioritäten und weitere Auftragsinformationen. Sie werden automatisch in die Arbeitsstruktur der Abteilung übersetzt und stehen den Mitarbeitenden sofort zur Verfügung.
Nach Abschluss der Analytik und der technischen Validierung sendet die Mobiolink App die freigegebenen Resultate zurück, wie es ein Analysegerät tun würde. Die Kommunikation läuft über etablierte Standards wie HL7, ASTM, Messaging-Systeme oder Dateiaustausch.
Die bestehende LIS-Infrastruktur bleibt also unverändert. Es sind keine aufwendigen Sonderentwicklungen nötig, und die IT-Abteilung arbeitet mit einer bekannten und bewährten Integrationsarchitektur.
Weitere Systeme wie Automationslösungen, Liquid Handler, Analysegeräte, Archivsysteme oder Anwendungen anderer Anbieter lassen sich auf dieselbe Weise an die Mobiolink App anbinden. Sie wird damit zur zentralen Integrationsplattform der Spezialanalytik.
Der große Vorteil: Aus Sicht der IT ist die Einführung der Mobiolink App meist nicht komplizierter als die Anbindung eines weiteren Analysegeräts. Der Nutzen für die Abteilung ist dagegen um ein Vielfaches größer.
Kann eine Abteilung Proben aus mehreren LIS bearbeiten?
Kurz
Ja. Die Mobiolink App kann gleichzeitig mit mehreren Laborinformationssystemen arbeiten. Jedes LIS behält dabei seine eigenen Analysecodes, Materialbezeichnungen und Strukturen. Zusätzlich lassen sich beliebig viele Test-LIS anlegen, um neue Assays, neue Prozesse oder Sonderfälle realitätsnah zu testen, ohne das produktive LIS zu belasten.
Die Mobiolink App trennt Innovation vom produktiven Laborbetrieb. Neue Prozesse werden entwickelt und validiert, ohne die Routine oder das LIS zu stören.
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Im Detail
Ja. Die Mobiolink App kann gleichzeitig an mehrere Laborinformationssysteme (LIS) angebunden werden. Das ist besonders interessant für zentrale Speziallabore, die Proben aus mehreren Standorten, aus Laborgruppen oder aus externen Einrichtungen erhalten.
Jedes angebundene LIS kann seine eigenen Analysecodes, Materialbezeichnungen und organisatorischen Strukturen behalten. Über den Mechanismus der Sample Classes erkennt die Mobiolink App schon an der Probennummer, aus welchem LIS eine Probe kommt. Die richtigen Regeln, Stammdaten und Übersetzungstabellen werden dann automatisch angewendet.
Die Übersetzung der Analysecodes jedes LIS in die internen Assays der Mobiolink App erfolgt automatisch, ebenso wie die Rückübersetzung der validierten Resultate beim Export an das richtige LIS. Für den Benutzer läuft alles auf dieselbe Weise.
Auch wenn ein Speziallabor nur mit einem produktiven LIS verbunden ist, legen viele Labore zusätzlich ein oder mehrere Test-LIS an. Diese lassen sich zum Beispiel als einfache Excel- oder Textdateien definieren und simulieren ein vollständiges Laborinformationssystem.
So lassen sich jederzeit neue Assays, neue Geräte, Prozessänderungen oder seltene Sonderfälle realitätsnah testen, ohne Testaufträge im produktiven LIS anzulegen oder dessen Daten zu verunreinigen. Entwicklung, Validierung und Schulung der Mitarbeitenden werden einfacher, und die Tests laufen sicher, ohne den produktiven Laborbetrieb zu berühren.
Welche grundlegenden Bedürfnisse der Speziallabore deckt die Mobiolink App ergänzend zum LIS ab?
Kurz
Ein modernes LIS ist für den Betrieb des ganzen Labors unverzichtbar. Speziallabore wie PCR, NGS, LC-MS/MS, ELISA oder Toxikologie haben aber Bedürfnisse, die weit über die klassischen Aufgaben eines LIS hinausgehen. Es geht nicht mehr um einzelne Proben, sondern um komplexe Batch-Prozesse mit Qualitätskontrollen, Standardkurven, Rohdaten und einer umfangreichen technischen Validierung. Genau dort ergänzt die Mobiolink App das LIS.
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Im Detail
Ein Laborinformationssystem (LIS) wurde entwickelt, um Aufträge, Patienten, Proben, Resultate und die Kommunikation mit den Analysegeräten zu verwalten. Diese Aufgaben erfüllt es sehr gut.
Speziallabore arbeiten aber nach anderen Prinzipien als die klassische Routineanalytik. Statt einzelner Messungen entstehen komplette Batch-Runs mit teils hunderten Einzelresultaten, die sich erst im Zusammenhang mit Qualitätskontrollen, internen Kontrollen, Standardkurven und Rohdaten beurteilen lassen.
Zu den grundlegenden Bedürfnissen gehören:
- Verwaltung kompletter Batch-Prozesse statt einzelner Resultate.
- Automatische Zusammenstellung von Sequenzen und Plate Layouts.
- Verwaltung der Standardkurven, einschließlich der Qualitätsbewertung.
- Überwachung der internen Kontrollen jeder einzelnen Probe.
- Zusammenführung und Bewertung von Replikaten.
- Automatische Behandlung von Wiederholungen und Reflex-Tests.
- Speicherung und Interpretation der Rohdaten, etwa Amplifikationskurven oder Chromatogramme.
- Technische Validierung mit allen relevanten Informationen eines ganzen Runs.
- Echtzeit-Qualitätskontrolle während des Analyseprozesses.
- Vollständige Rückverfolgbarkeit aller Schritte, Reagenzien, Chargen und Benutzeraktionen.
Diese Funktionen gehören in der Regel nicht zum Kern eines LIS, weil nur vergleichsweise wenige, hochspezialisierte Laborbereiche sie brauchen. Würde ein LIS all diese Spezialfunktionen für jede analytische Disziplin integrieren, würde es deutlich komplexer, schwerfälliger und schwieriger zu pflegen.
Deshalb übernimmt die Mobiolink App diese Aufgaben (die Replikate ab Version 2.6, im Test). Für das LIS verhält sie sich wie ein einziges intelligentes Analysegerät. Im Speziallabor orchestriert sie den gesamten analytischen Prozess, von der Registrierung der Probe bis zur Übergabe des technisch validierten Resultats an das LIS.
Die Mobiolink App versteht sich daher nicht als Konkurrenz zum LIS, sondern als seine Ergänzung. Das LIS bleibt das zentrale Informationssystem des Labors. Die Mobiolink App stellt genau die Funktionen bereit, die die batchorientierte Spezialanalytik braucht, um sicher, effizient und vollständig digital zu arbeiten.
Was ist der Unterschied zwischen LIS und LIMS?
Kurz
Die Begriffe LIS und LIMS werden heute oft gleichbedeutend verwendet. In der Regel bezeichnet LIS die Systeme medizinischer Diagnostiklabore, LIMS dagegen eher die Systeme von Industrie-, Umwelt-, Pharma- oder Forschungslaboren. Technisch erfüllen beide dieselbe Grundaufgabe: die Verwaltung von Laborprozessen, Proben, Analysen und Resultaten. Die Mobiolink App wurde bisher für die Speziallabore medizinischer Laboratorien entwickelt. Dort sind heute alle ihre Kunden.
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Im Detail
Es hat sich eingebürgert, den Begriff LIS (Laboratory Information System) vor allem für medizinische Diagnostiklabore zu verwenden und LIMS (Laboratory Information Management System) vor allem für industrielle, pharmazeutische, Umwelt- oder Forschungslabore.
In der Praxis sind die Grenzen fließend. Beide Systeme verwalten Proben, Aufträge, Analysen, Resultate, Qualitätskontrollen, Benutzer und Laborprozesse. Der Unterschied liegt oft weniger in der Software als im Einsatzgebiet und in den regulatorischen Anforderungen.
Die Mobiolink App wurde bisher für die Speziallabore medizinischer Laboratorien entwickelt, insbesondere für Molekularbiologie, PCR, NGS, LC-MS/MS, ELISA und andere batchorientierte Verfahren.
Für das zentrale LIS des Labors erscheint die Mobiolink App wie ein einzelnes Analysegerät. Im Speziallabor steuert sie die Prozesse und verwaltet Proben, Batches, Qualitätskontrollen, Rohdaten, Geräte, Benutzer und die technische Validierung. Sie ersetzt das LIS nicht: Es bleibt das zentrale Informationssystem des Labors.
Die Mobiolink App ist also weder ein LIS noch ein LIMS. Sie verwaltet die Arbeit der Geräte und Arbeitsplätze der Spezialanalytik, mit den besonderen Anforderungen batchorientierter Prozesse.
Wie wird entschieden, welche Assays für eine angeforderte Probe durchgeführt werden?
Kurz
In Speziallaboren ist die Zuordnung einer Anforderung zu den tatsächlich durchzuführenden Assays oft viel komplexer als gedacht. Mit Multiplex-Assays, Panels, verschiedenen Analyseplattformen, Prioritäten und Zielen für die Durchlaufzeit lässt sich dieselbe Anforderung auf mehrere Arten bearbeiten. Die Mobiolink App trifft diese Entscheidungen automatisch, auf Basis der vom Labor definierten Regeln, und steuert so den gesamten weiteren Weg der Probe.
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Im Detail
In der Spezialanalytik entspricht eine angeforderte Analyse nicht automatisch einem einzigen Assay. Je nach Strategie des Labors lässt sich dieselbe Anforderung über verschiedene Multiplex-Assays, Panels oder Einzeltests bearbeiten. Dazu kommen Dringlichkeit, Geräteverfügbarkeit, Kosten, Reagenzienverbrauch, Auslastung der Batches und die angestrebten Durchlaufzeiten.
Diese Entscheidungen beeinflussen direkt die anschließende Sortierung der Primärproben, die Batchzusammenstellung, die Auslastung der Geräte und die Wirtschaftlichkeit des gesamten Prozesses. In vielen Laboren treffen deshalb erfahrene Mitarbeitende diese Zuordnungen.
Die Mobiolink App steuert diesen Schritt. Direkt nach Eingang der Probe analysiert sie die angeforderten Untersuchungen und ermittelt anhand frei definierbarer Regeln automatisch die passenden Assays und Analysewege. Sie kann dabei organisatorische, medizinische, technische und wirtschaftliche Kriterien gleichzeitig berücksichtigen.
Das Ergebnis: Die Probe wird schon zu Beginn des Prozesses richtig eingeordnet und automatisch dem richtigen Workflow zugeführt. Die Mobiolink App orchestriert ihren gesamten Weg durch Präanalytik, Analytik, Qualitätskontrolle und Resultatübermittlung. Manuelle Entscheidungen nehmen ab, Fehler werden vermieden, und die Abläufe sind reproduzierbar und transparent.
Molekulargenetik
Wie werden molekulargenetische Workflows heute verwaltet, und wo sind die Lücken?
Kurz
Die meisten molekulargenetischen Labore nutzen bereits viele digitale Systeme. Das Problem ist nicht der Mangel an Software, sondern der Mangel an Durchgängigkeit. LIS, Gerätesoftware, Excel-Tabellen, Werkzeuge für die Qualitätskontrolle und die Dokumente des Qualitätsmanagementsystems verwalten oft nur Teile des Prozesses. Die Mobiolink App ist dafür konzipiert, diese Teile zu einem einzigen nachvollziehbaren Workflow zu verbinden. Für die Molekulargenetik ist diese Arbeit geplant: Wir kennen die Bedürfnisse dieser Labore und arbeiten daran.
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Im Detail
In vielen diagnostischen Laboren der Molekulargenetik ist der Workflow noch auf mehrere unabhängige Systeme verteilt.
Das LIS verwaltet die klinische Anforderung, die Patientendaten, die Probenidentifikation und das Endresultat. Extraktionssysteme, Fluorometer, Spektralphotometer, PCR-Geräte, Sequenzer und andere Analysegeräte haben jeweils ihre eigene Software. Excel dient oft für Arbeitslisten, Plate Layouts, Konzentrationen, Verdünnungen, Reagenzienchargen, Berechnungen der Qualitätskontrolle und Wiederholungen. SOPs, Abweichungen und Validierungsdokumente werden in der Regel separat geführt, in einem Qualitätsmanagement- oder Dokumentenmanagementsystem.
Jedes Werkzeug kann für sich gut funktionieren. Die Schwierigkeit liegt zwischen ihnen.
Ein typischer Prozess kann so aussehen:
LIS → Arbeitsliste → Extraktionssystem → Excel → Konzentrationsmessung → Excel → Assay-Vorbereitung → Software des Analysegeräts → Qualitätskontrolle → Wiederholung → technische Validierung → LIS
Es entstehen manuelle Datenübertragungen, doppelte Informationen und getrennte Datensilos. Um die vollständige Geschichte einer Probe zu rekonstruieren, muss man unter Umständen mehrere Systeme, Dateien und Geräte-PCs durchsuchen.
Die Mobiolink App verfolgt einen anderen Ansatz.
Statt dieselbe Information von einem System ins nächste zu kopieren, verknüpft die Mobiolink App die realen Objekte des Labors und die Prozessschritte:
Primärprobe → Extrakt → Aliquot → Assay → Batch → Messung → Resultat
Eigenschaften wie Konzentration, Reinheit, Extraktionsmethode, Reagenzienchargen, Lagerinformationen oder Qualitätsmerkmale gehören zum Extrakt selbst. Jede spätere Analyse verweist auf genau dieses Extrakt und greift automatisch auf die relevanten Informationen zu.
Das Ziel ist ein durchgängiger, nachvollziehbarer Workflow, vom Probeneingang bis zur technischen Validierung. Die Mobiolink App ersetzt also nicht einfach Excel oder die Gerätesoftware. Sie soll die fehlende Prozessebene zwischen dem LIS und den einzelnen analytischen Systemen liefern.
Wo wir stehen. Für die Molekulargenetik sind die hier beschriebenen Funktionen geplant. Sie sind in der aktuellen Version der Mobiolink App noch nicht verfügbar, und wir nennen kein Datum. Wir aktualisieren diese Antwort, sobald Funktionen verfügbar sind.
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